HomeLEBENFinanzenDiese 3 Fehler solltet ihr beim Aufbau eines Krypto-Portfolios vermeiden

Diese 3 Fehler solltet ihr beim Aufbau eines Krypto-Portfolios vermeiden

Du hast bestimmt schon mal eine Aktie oder einen ETF gekauft. Das ist auch gut so, denn wer für den Ruhestand vorsorgen möchte, sollte sich nicht auf die gesetzliche Rentenversicherung verlassen. Die Rentenlücken werden immer größer, die Notwendigkeit, privat vorzusorgen ebenfalls.

Viele Privatanleger haben in den vergangenen Jahren angefangen, in Kryptowährungen zu investieren – teilweise aus reiner Spekulationsabsicht. Die Renditen können sich im 5-Jahreszeitraum zeigen, in den vergangenen Jahren hat es am Kryptomarkt jedoch häufiger Krisen gegeben.

Im nachfolgenden Beitrag zeige ich euch, was ihr beim Aufbau eines Krypto-Portfolios beachten solltet und wie ihr im Idealfall vorgeht.

Vor dem Vermögensaufbau startest du mit einer soliden Finanzplanung

Bevor du mit dem Vermögensaufbau startest, solltest du deine Finanzen in den Griff bekommen und eine solide Finanzplanung aufsetzen, auf deren Basis du deine Altersvorsorge planen kannst.

Dazu gehört zum einen, dass du dir eine Haushaltsbuch Vorlage schnappst und deine gesamten Einnahmen und Ausgaben einige Monate lang nachverfolgst. So erkennst du relativ schnell, wo sich bei dir noch Sparpotenzial befindet, welches du für deinen Vermögensaufbau nutzen kannst. Hast du schon einen Notgroschen? Ein Notgroschen sichert dich – unabhängig von deinem Alter – vor finanziellen Risiken ab. Gerade, wer eine Familie und Kinder hat, sollte dafür sorgen, dass ein Notgroschen und sinnvolle Versicherungen vorliegen.

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© Josh Appel (Unsplash)

Sobald du deine Finanzen organisiert und in den Griff bekommen hast, legst du eine monatliche Sparrate fest, die du in Aktien, ETFs oder auch Kryptowährungen investierst. Mit diesem Geld baust du Vermögen für deine private Altersvorsorge auf.

Du startest ohne Rücksicht auf dein Risikoprofil

Bei der Geldanlage lassen viele Menschen das eigene Risikoprofil unberücksichtigt. Doch gerade dann, wenn du 10 bis 20 Jahre vor deinem Renteneintrittsalter stehst, solltest du großen Wert darauf legen, deinen Vermögensaufbau an dein Risikoprofil anzupassen. Je älter du bist, desto weniger Anlagerisiken solltest du im Portfolio tragen.

Das liegt daran, dass dir bis zur Rente nicht mehr so viel Zeit bleibt. Ein massiver Kurseinbruch an der Börse kann deine private Altersvorsorge schnell in Gefahr bringen, wenn das Kurswachstum der nächsten Jahre diese Verluste nicht kompensieren kann. Eine Garantie für eine schnelle Erholung gibt es nicht. Langfristig (ab 15 Jahren Anlagezeitraum) kannst du davon ausgehen, dass deine Wertentwicklung wieder positiv ist. In kurzfristigen Anlagezeiträumen ist das jedoch nicht möglich. In diesen Fällen ist die Wertentwicklung in bestimmten Marktphase zu unbeständig.

Aus dem Grund solltest du beispielsweise bei der Geldanlage in volatile Anlageklasse wie Kryptowährungen mit Bedacht investieren. Der Markt ist sehr risikoreich und kann von heute auf morgen umschwenken. Gerade regulatorische und politische Risiken ziehen Anlegern regelmäßig einen Strich durch die Rechnung.

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© Kanchanara (Unsplash)

Achte bei deiner Vermögensverteilung darauf, dass du nur solche Risiken in dein Portfolio aufnimmst, die du auch ertragen kannst.

Wer in Kryptowerte investiert, sollte die Anlageklasse auch verstehen

Hast du dein Risikoprofil bestimmt, dann solltest du im nächsten Schritt eines tun: Falls du dich für Kryptowährungen interessierst, dann investiere nur das Vermögen, das du im Zweifel bereit bist zu verlieren. Außerdem solltest du niemals mit reiner Spekulationsabsicht in den Markt einsteigen – das hat mit Geldanlage nämlich nichts zu tun.

Informiere dich über die jeweiligen Kryptowährungen, in die du investieren möchtest. Mach dich mit dem Geschäftsmodell vertraut und lerne das Potenzial hinter der Technologie zu verstehen. Nur so kannst du genug Vertrauen in das Projekt aufbauen, dass du auch bereit bist, in schwierigen Phasen die Kryptowährung zu halten. Viele Privatanleger investieren blind in den Markt und verfallen in schwierigen Phasen in Panik und leeren ihre kompletten Bestände. Das ist ein ungesundes Anlageverhalten und sorgt langfristig nur dafür, dass du wertvolles Renditepotenzial vergeudest.

Wissen ist Macht – lese dich durch die Whitepaper, schau dir die verschiedenen Anwendungsfälle an und schau dir die Kennzahlen der Kryptowerte an, die dich interessieren. Bist du überzeugt, dann kannst du mit kleinen Beträgen starten und deine Beteiligungen sukzessive erhöhen.

Ein Mangel an Diversifikation kann Rendite kosten

Viele Anleger denken immer noch, dass es sinnlos ist, sich im Kryptomarkt um eine breite Diversifikation zu kümmern. In 2017 hat das tatsächlich noch wenig Sinn ergeben, heute ist es unentbehrlich zu diversifizieren. Der Markt ist wesentlich heterogener als noch vor 5 Jahren und jedes Segment unterliegt zwar dem Marktrisiko, aber auch individuellen Projektrisiken, die von anderen Kryptowerten abweichen.

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© Carlos Muza (Unsplash)

Achte darauf, dass du in mindestens 5–10 verschiedene Kryptowährungen investierst, um möglichst breit im Markt zu streuen. Mittlerweile bieten verschiedene Anbieter (coindex, Coinpanion, Bitpanda) sogar investierbare Krypto-Indizes an. Das ist praktisch, da du dir den Aufwand der Diversifizierung sparst. Dort wird die Gewichtung der jeweiligen Kryptowährungen zudem dynamisch angepasst – das spart Arbeit und Zeit.

Du musst jedoch nicht auf derartige Anbieter setzen. Im Vergleich zum eigenen Portfolio zahlst du dort nämlich auch Verwaltungskosten, die du für ein DIY-Portfolio nicht zahlen musst. Außerdem ist die Zusammenstellung eines breit gestreuten Krypto-Portfolios nicht schwer.

Fazit: Starte mit einer vernünftigen Strategie und denke an deine langfristigen Anlagezielen

Kryptowährungen sind eine interessante Anlageklasse, die vielen Studien zufolge das Potenzial haben, selbst in kleinen Gewichtungen, das Inflationsrisiko in einem klassischen Anlageportfolio drastisch zu reduzieren. Du brauchst also keine 50 Prozent Gewichtung in deinem Vermögen – es genügen auch schon 5 Prozent, um dein Risiko-Rendite-Profil deutlich zu verbessern.

Wichtig ist, dass du strategisch vorgehst. Mache dir Gedanken über das Risiko, das du bereit bist einzugehen. Frag dich nach deinen Anlagezielen und achte darauf, dass du deine private Altersvorsorge nicht in Gefahr bringst. Informiere dich im nächsten Schritt über Projekte und investiere mit kleinen Beträgen in den breiten Markt. Auf diese Art holst du dir zusätzliche Renditebausteine in dein Portfolio, ohne das Gesamtrisiko zu beanspruchen.

Noch ein wichtiger Hinweis: Du brauchst keine Kryptowährungen, um langfristig erfolgreich Vermögen aufzubauen und deine Rentenlücke zu schließen. Aktien, ETFs und Immobilien erledigen den Job auch. Kryptowährungen haben zwar ein höheres Renditepotenzial, aber auch weitaus volatilere Kursentwicklungen vorzuweisen.

Titelbild © Sajad Nori (Unsplash)

Carlos Link-Arad
Carlos Link-Arad
Carlos ist seit Jahren in der Finanzbranche als Autor, Produktentwickler und mittlerweile als Gründer unterwegs. Er hat in Frankfurt Wirtschaftswissenschaften studiert und anschließend in verschiedenen Fintechs in Berlin als Produktmanager und Marketer gearbeitet. Carlos ist als digitaler Nomade ständig in der Weltgeschichte unterwegs und surft leidenschaftlich gerne in Asien und Portugal.

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