HomeSPASSHobbysHoly Cat - Darum sind Katzen die perfekten Haustiere für Best Ager

Holy Cat – Darum sind Katzen die perfekten Haustiere für Best Ager

Im besten Alter ab 50 Jahren wird das Leben reicher, erfüllter und manchmal auch etwas ruhiger. Doch nichts belebt den Alltag und die eigenen vier Wände mehr als eine Katze. Was aber macht den Stubentiger zum perfekten Haustier für Best Ager und was ist vor einer Anschaffung zu überlegen? Wollen die kleinen Vierbeiner in Ruhe gelassen oder täglich gekrault werden? Hier sind die überzeugendsten Argumente für die Adoption einer Samtpfote.

Wenn die Kinder erstmal aus dem Haus sind, rücken für viele ältere Menschen die Haustiere in den Fokus. Was aber ist der passende Begleiter? Ein Hund der dreimal täglich durch den Wald toben will? Ein Wellensittich, ein Hamster, ein paar Fische oder etwas Exotisches wie eine Wüstenrennmaus oder ein Axolotl? Oder doch das beliebteste Haustier der Deutschen, die Katze? Im Jahr 2022 lebten über 15 Mio. Katzen in der Bundesrepublik. Gefolgt von 10.6 Mio. Hunden, 4.9 Mio. Kleintieren, 3.7 Mio. Vögeln und 2.3 Mio. Aquarien. Was aber katapultiert die Katze mit so weitem Abstand an die Spitze aller Haustiere?

Unabhängigkeit und Eigenständigkeit

Anders als Hunde, die oft viel Aufmerksamkeit und Betreuung benötigen, sind Katzen eher selbstständige Tiere und bekannt für ihre Unabhängigkeit und Eigenständigkeit. Dies kann besonders für Best Ager von großem Vorteil sein.

Wenn du einen aktiven Lebensstil hast oder einfach die Freiheit schätzt, dein eigenes Ding zu machen, passt die Unabhängigkeit einer Katze gut zu dir. Katzen sind in der Regel weniger auf intensive Betreuung angewiesen, da sie sich selbst beschäftigen können und keinen ständigen menschlichen Kontakt benötigen. Dies bedeutet, dass du immer noch die Gesellschaft eines Haustieres genießen kannst, ohne dich umfangreich darum kümmern zu müssen.

Katzen sind auch bekannt für ihre Fähigkeit zur Selbstpflege. Sie sind reinliche Tiere und verbringen einen Großteil ihrer Zeit damit, sich selbst zu putzen. Dies bedeutet weniger Arbeit für dich, da du sie nicht baden oder regelmäßig pflegen musst.

Eine Katze ist ein geeignetes Haustier für Best Ager
© Kari Shea (Unsplash)

Die Unabhängigkeit einer Katze bedeutet nicht, dass sie nicht liebevoll und anhänglich sein können. Tatsächlich können Katzen enge Bindungen zu ihren Frauchen und Herrchen aufbauen und liebevolle Gefährten sein. Gleichzeitig bieten sie aber auch Raum für deine persönlichen Bedürfnisse und deinen eigenen Zeitplan.

Insgesamt ist die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit von Katzen ein großer Pluspunkt für die Menschen, die einen flexiblen Lebensstil schätzen. Du kannst die Freuden der Tiergesellschaft genießen, ohne dich dabei in deiner Unabhängigkeit eingeschränkt zu fühlen.

Weniger Pflegeaufwand als Hunde

Im Vergleich zu Hunden benötigen Katzen weniger Bewegung und körperliche Aktivität. Das bedeutet, dass du nicht jeden Tag ausgiebige Spaziergänge machen musst, um deine Katze glücklich zu machen. Katzen sind von Natur aus verspielt und können in Innenräumen leicht unterhalten werden, sei es mit interaktiven Spielzeugen oder einem Ball.

Ein weiterer Vorteil ist die geringere Größe und das damit verbundene Platzbedürfnis. Katzen nehmen weniger Raum in Anspruch als die meisten Hunde, was insbesondere in kleineren Wohnungen oder Stadtwohnungen von Vorteil ist. Es reicht ein Körbchen oder Kratzbaum und eine Toilette mit Streu in einer Zimmerecke.

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© Caleb Woods (Unsplash)

Der Pflegeaufwand einer Katze ist ebenfalls geringer. Katzen sind in der Regel saubere Tiere und kümmern sich selbst um ihre Fellpflege. Sie benötigen nur gelegentliches Bürsten, um lose Haare zu entfernen. Im Gegensatz dazu erfordern viele Hunderassen regelmäßiges Baden und Pflegen.

Dennoch schenken Katzen genauso viel Liebe und Zuneigung wie Hunde. Sie bauen enge Bindungen zu ihren Besitzern auf und sind oft sehr anhänglich. Die Zeit, die du mit deiner Katze verbringst, wird von liebevollen Momenten und Kuschelstunden geprägt sein.

Insgesamt bieten Katzen eine harmonische Balance zwischen Gesellschaft und geringem Pflegeaufwand, was sie zu perfekten Haustieren für Best Ager macht, die das Leben in vollen Zügen genießen möchten, ohne auf die Liebe und Freude eines tierischen Begleiters verzichten zu müssen.

Ideale Wohnungskameraden

Katzen sind ideale Wohnungskameraden und passen perfekt in verschiedene Wohnsituationen, sei es eine Wohnung in der Stadt oder ein gemütliches Haus auf dem Land.

In der Stadt, wo Wohnraum oft begrenzt ist, sind Katzen eine ausgezeichnete Wahl für Best Ager. Sie benötigen nicht viel Platz und können sich in einer Wohnung genauso wohl fühlen wie in einem Haus mit Garten. Katzen sind geschickte Kletterer und schaffen sich gerne erhöhte Aussichtspunkte, um das Geschehen in der Wohnung zu beobachten.

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© Max Böttinger (Unsplash)

Für Menschen, die am Stadtrand oder auf dem Land leben, sind Katzen ebenfalls eine hervorragende Wahl. Sie können sich frei bewegen und ihre natürlichen Jagdfähigkeiten nutzen, um Mäuse und andere ungebetene Gäste fernzuhalten. Katzen sind unkompliziert und passen sich gut an verschiedene Umgebungen an.

Egal, ob du in einer lebhaften Stadt oder in der ruhigen Abgeschiedenheit des Landes lebst, Katzen passen sich flexibel an und sind großartige Gefährten. Sie genießen die Gesellschaft ihrer Besitzer und machen aus jedem Zuhause einen gemütlichen Rückzugsort.

Gesellige Stubentiger oder abenteuerlustige Freigänger

Bei der Entscheidung, ob du dich für einen geselligen Stubentiger oder einen abenteuerlustigen Freigänger entscheiden möchtest, gibt es einige wichtige Überlegungen.

Gesellige Stubentiger fühlen sich in geschlossenen Räumen am wohlsten und sind perfekte Begleiter für Menschen, die in Stadtwohnungen oder Wohnungen mit begrenztem Außenraum leben. Sie sind anhänglich und genießen die Nähe zu ihren Besitzern. Diese Katzen benötigen weniger Aufsicht im Freien und sind oft weniger gefährdet, Verletzungen oder Infektionen zu erleiden.

Abenteuerlustige Freigänger hingegen lieben die Freiheit, die der Außenbereich bietet. Sie können das Leben auf dem Land oder in einer ruhigen Nachbarschaft genießen, wo sie ihre Jagdfähigkeiten einsetzen können. Allerdings erfordern Freigängerkatzen eine gewisse Überwachung, da sie mehr Risiken im Freien ausgesetzt sind. Dies beinhaltet die Gefahr von Verletzungen, Verlust und die Möglichkeit, Krankheiten von anderen Katzen zu bekommen.

Die Entscheidung zwischen Stubentiger und Freigänger hängt von deinem Lebensstil und deiner Wohnsituation ab. Beide Arten von Katzen bieten einzigartige Vorteile und können wunderbare Haustiere sein.

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© b.zyczynski (depositphotos.com)

Kosten und Tierarztausgaben

Die monatlichen Kosten für eine Katze variieren je nach Region und Lebensstil, aber es gibt einige grundlegende Ausgaben, die du berücksichtigen solltest.

Zu den regelmäßigen Ausgaben gehören Futter, Katzenstreu, Spielzeug und gegebenenfalls Pflegeprodukte. Es ist wichtig, hochwertiges Katzenfutter zu wählen, um die Gesundheit deiner Katze zu gewährleisten. Dies kann einen beträchtlichen Teil deines Budgets ausmachen.

Tierarztausgaben sind ein weiterer wichtiger Faktor. Du solltest Geld für jährliche Tierarztbesuche, Impfungen und vorbeugende Maßnahmen gegen Zecken und Flöhe einplanen. Es ist ratsam, auch für unerwartete Tierarztkosten vorzusorgen.

Es ist möglich, die Kosten im Griff zu behalten, indem du gezielt einkaufst, Vorsorgeuntersuchungen durchführst und auf die Gesundheit deiner Katze achtest. Die Freude und das Glück, das eine Katze in dein Leben bringt, sind jedoch unbezahlbar und machen die finanziellen Investitionen lohnenswert. Eine konkrete Rechnung für die Kosten einer Katze ist:

  • Einmalkosten 200 – 500 EUR für Katzenklo, Näpfe, Transportbox, Kratzbaum und Korb
  • Einmalkosten je 30 – 50 EUR für Kastration und Chippen
  • Einmalkosten 30 – 150 EUR für Impfungen, Unterschied bei Freigänger und Hauskatze
  • Monatskosten 30 – 50 EUR für Nassfutter, Trockenfutter und Snacks
  • Monatskosten 10 – 20 EUR für Streu und Pflegeprodukte
  • Jahreskosten 30 – 100 EUR für Schutzimpfungen und Wurmkuren

Eine Katzensteuer gibt es derzeit nicht. Allerdings fallen noch Kosten für die Anschaffung der Katze an. Da ist entscheidend, ob Du ein Tier aus dem Tierheim oder vom Züchter aussuchst. In Summe kostet eine Katze etwa 50 bis 60 EUR pro Monat und bei einem Katzenleben von 15 bis 16 Jahren somit etwa 9.000 bis 11.000 EUR.

Bedenkt hier auch die Urlaubssituation, denn eine Katze könnt ihr nicht mitnehmen. Ihr braucht für eure Urlaubszeiten eine Betreuung zuhause oder eine Unterbringung für die Katze.

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© Krista Mangulsone (Unsplash)

Einzelkatze oder mehrere?

Die Entscheidung, ob für dich eine Einzelkatze oder mehrere Stubentiger in Frage kommen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einzelkatzen können eine enge Bindung zu ihren Besitzern aufbauen und sind oft anspruchsvoller in Bezug auf Aufmerksamkeit. Sie sind eine gute Wahl, wenn du bereits andere Haustiere hast oder wenn deine Katze das Alleinsein genießt.

Mehrkatzenhaushalte können ebenfalls sehr bereichernd sein. Katzen sind soziale Tiere und können von der Gesellschaft anderer Katzen profitieren. Wenn du dich für mehrere Katzen entscheidest, solltest du sicherstellen, dass genügend Platz, Ressourcen und Aufmerksamkeit für alle vorhanden sind. Die Einführung neuer Katzen sollte behutsam erfolgen, um Konflikte zu vermeiden.

Katzen adoptieren

Wenn du dich dafür entscheidest, eine Katze in deine Familie aufzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, das perfekte Haustier zu finden. Tierheime sind großartige Orte, um Vierbeiner zu adoptieren, die ein liebevolles Zuhause suchen. Du kannst auch bei örtlichen Rettungsorganisationen nachfragen, die sich auf Katzen spezialisiert haben. Züchter sind eine weitere Option, wenn du eine bestimmte Rasse im Sinn hast, aber vergiss nicht, die Seriosität des Züchters zu überprüfen.

Die Adoption einer Katze aus einem Tierheim oder einer Rettungsorganisation bietet nicht nur einem Tier in Not eine zweite Chance, sondern ist auch eine lohnende Erfahrung für dich. Du gibst einem bedürftigen Tier ein Zuhause und erhältst im Gegenzug die bedingungslose Liebe und Freundschaft einer Katze.

Lebenserwartung von Katzen

Die Lebenserwartung von den Fellnasen variiert je nach Rasse und Gesundheit, aber im Allgemeinen können Katzen 15 Jahre oder mehr leben. Eine gute Pflege und regelmäßige Tierarztbesuche können dazu beitragen, die Lebensdauer deiner Katze zu erhöhen. Achte auf eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Bewegung und liebevolle Pflege, um ein glückliches und gesundes Katzenleben zu gewährleisten.

Die Jahre, die du mit deiner Katze teilen wirst, sind eine kostbare Zeit voller Freude, Abenteuer und unvergesslicher Momente. Du wirst nicht nur einen tierischen Begleiter haben, sondern auch ein Familienmitglied, das dich durch dick und dünn begleitet. Die Liebe und Hingabe, die du von einer Katze erhältst, machen die Zeit und Mühe, die du in ihre Pflege investierst, mehr als wett.

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© VeraVerano (depositphotos.com)

Fazit

Die Wahl, eine Katze als Haustier in der zweiten Lebenshälfte aufzunehmen, bietet eine Fülle von Vorteilen für Best Ager. Katzen vereinen Unabhängigkeit mit bedingungsloser Liebe und erfordern weniger Pflegeaufwand als Hunde. Sie passen sich flexibel verschiedenen Wohnsituationen an und bieten die Wahl zwischen geselligen Stubentigern und abenteuerlustigen Freigängern.

Die finanziellen Aspekte sind zu berücksichtigen, aber die Freude und das Glück, die eine Katze in das Leben eines Menschen bringen kann, sind unbezahlbar. Die Entscheidung zwischen Einzelkatze und Mehrkatzenhaushalt sollte gut überlegt sein, und die Adoption aus Tierheimen oder Rettungsorganisationen ist eine lohnende Option.

Katzen können eine Lebenserwartung von 15 Jahren oder mehr haben, und die Jahre, die man mit ihnen teilt, sind voller Freude und unvergesslicher Momente. Insgesamt ist die Entscheidung, eine Katze aufzunehmen, eine herzerwärmende und bereichernde Erfahrung, die das Leben von Best Agern auf vielfältige Weise bereichern kann.

Titelbild © Paul Hanaoka (Unsplash)

Kai Bösel
Kai Bösel
Kai Bösel (Jg. 1971) lebt als Patchwork-Papa mit der Familie in Hamburg. Neben NOT TOO OLD betreibt er auch das Väter-Magazin Daddylicious. Außerdem ist er Experte für Influencer-Marketing. Bisher hat er bereits fünf eigene Unternehmen gegründet, schreibt für diverse Print- und Online-Magazine, tritt als Speaker und Moderator auf und betreibt zu diesem Magazin auch einen Podcast. Nach Feierabend entspannt er beim Laufen oder Golf.

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