Warum wir selbst in den ausweglosesten Situationen niemals aufgeben sollten

Ein Gastbeitrag von Stefan Gisler:
Aufgeben- so etwas gibt es für manche Menschen einfach nicht. Doch was ist es, dass uns selbst in den schwierigsten Situationen weiterkämpfen und uns an dem Glauben festhalten lässt, dass wir doch wieder auf der Sonnenseite des Lebens landen werden?


Der erfolgreiche Mentalcoach und Lebensberater Stefan Gisler setzt sich bereits seit vielen Jahren mit genau diesem Thema auseinander und hilft Menschen dabei, in den schwierigsten Lebenslagen die Motivation aufzubringen, weiterzumachen und somit manchmal sogar der grausamen Realität zu trotzen. Uns hat er in einem exklusiven Gastbeitrag die wichtigsten Gründe verraten, warum es sich sogar in ausweglosen Situationen zu kämpfen lohnt und warum uns der Mountainbike-Profi Tarek Rasouli dabei als glänzendes Beispiel dienen kann.

Zudem erklärt Stefan Gisler, warum es sich vor allem in der zweiten Lebenshälfte lohnt, noch einmal so richtig durchzustarten und warum Aufgeben deshalb in dieser Lebensphase keinesfalls eine Option sein sollte. Denn eines ist sicher: Wer aufgibt, hat schon verloren, doch wer weiterkämpft wird früher oder später die Lorbeeren für seine harte Arbeit ernten, das ist gewiss.

Grund 1.: Überlegen Sie sich genau was es bedeuten würde, nun aufzugeben

Es spielt keine Rolle, ob es sich um ein Projekt in der Arbeit handelt, Sie um Ihre Liebe kämpfen wollen oder es gesundheitliche Probleme sind, die sich Ihnen plötzlich in den Weg stellen und mit denen Sie sich nun auseinandersetzen müssen, Aufgeben ist zwar in vielen Fällen der leichteste aber auch der am wenigsten sich lohnende Weg. Visualisieren Sie daher vor Ihrem inneren Auge, was es genau heißen würde, wenn Sie nun alles hinschmeißen und nicht mehr weiterkämpfen. Würde es sich auszahlen oder würde Ihr eigentliches Ziel somit nur in nicht erreichbare Entfernung rücken?

Natürlich ist es in manchen Fällen äußerst schwer, den Mut nicht zu verlieren. Das ist vor allem dann der Fall, wenn man bereits sehr lange auf ein Ziel hinarbeitet und man dennoch immer wieder Rückschläge einstecken muss, egal wie sehr man auch kämpft. Denken Sie in einem solchen Fall immer daran, wie viel Arbeit Sie bisher bereits in dieses Projekt gesteckt haben. Es muss einen triftigen Grund dafür geben, warum Sie bereit waren, so viel Zeit, Liebe und Energie zu investieren.

Gibt es diesen Grund immer noch oder ist er verschwunden? Es kann eine gute Motivationshilfe sein, wenn Sie sich Ihren Beweggrund, beziehungsweise die Gründe notieren und immer wieder einen Blick darauf werfen, wenn Ihnen Zweifel kommen sollten. Manchmal ist eine solche kurze Gedankenstütze alles was man benötigt, um voller Zuversicht und Mut weitere Schritte auf dem richtigen Weg gehen zu können.

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© Gerd Altmann (Pixabay)

Grund 2.: So viele andere haben es geschafft – Warum also nicht auch Sie?

Sie werden bestimmt bereits im Fernsehen von Menschen gehört haben oder eventuell sogar im echten Leben auf welche getroffen sein, die anscheinend Unvorstellbares geschafft haben. Solche Personen zeichnen sich dadurch aus, dass sie wirklich alles ihrem eigentlichen Ziel unterordnen und ohne Kompromisse ihren Weg gehen, wobei das Alter oder ähnliches absolut keine Rolle spielt.

Solche Personen sind nicht nur unglaublich beeindruckend und wir sollten uns von ihnen inspirieren lassen und alles versuchen, um ebenfalls zu solchen Helden zu werden, zu denen andere Menschen Aufsehen. Sie wären keinesfalls der erste, dem es gelungen ist, trotz schwerer Krankheit mit äußerst negativer Prognose wieder vollkommen gesund zu werden oder mit fast nichts in der Tasche außer einer guten Idee ein Imperium aufzubauen.

Wenn Sie sich nach verschiedenen Vorbildern umsehen, geht es jedoch keinesfalls darum, diese einhundertprozentig zu kopieren, denn damit werden Sie in den seltensten Fällen erfolgreich sein. Finden Sie vielmehr Ihren ganz persönlichen Weg und nehmen Sie die positiven Beispiele als Mutmacher zur Hand, wenn Sie Zweifel an Ihrem Weg bekommen sollten. Es wird Ihnen dann nämlich viel leichter fallen, optimistisch zu bleiben und der Gedanke an ein mögliches Aufgeben oder Scheitern wird schon bald vollkommen aus Ihrer Gedankenwelt verschwinden.

Ein solches Beispiel, dass man wirklich alles im Leben erreichen kann, wenn man nur fest genug daran glaubt, ist der ehemalige Mountainbike-Profi Tarek Rasouli. Nach einem schweren Unfall war er querschnittgelähmt, machte es sich jedoch sehr bald zum Ziel, an einem großen Charity-Rennen teilzunehmen und das nicht im Rollstuhl, sondern auf den eigenen zwei Beinen, was ihm schlussendlich dank seines unerschütterlichen Glaubens an sich selbst auch gelang.

Grund 3.: Belehren Sie all Ihre Kritiker eines besseren

Auf dem Weg zum Erfolg werden Sie immer wieder auf Personen treffen, die scheinbar zwingend nach Gründen suchen müssen, warum Ihr Projekt zum Scheitern verurteilt ist und Sie besser noch heute statt morgen aufgeben sollten. Genau von diesen Stimmen sollten Sie sich allerdings erst recht motivieren lassen, Ihren Weg voll Tatendrang und Energie weiterzugehen, denn dass solche Stimmen laut werden bedeutet nur, dass Ihr Ziel wieder um ein gutes Stück näher gerückt ist.

Machen sich Menschen nämlich erstmal die Mühe, sich mit Ihrem Projekt auseinanderzusetzen, dann muss dieses bereits konkrete Formen angenommen haben und im Bereich des Möglichen liegen, ansonsten würde es überhaupt nicht bemerkt werden. Zudem gibt es viele Neider, die mit Missgunst auf andere reagieren, die sich Ziele gesetzt haben, das liegt allerdings in erster Linie daran, dass Sie selbst überhaupt keine haben. Lassen Sie sich also von solchen Menschen keinesfalls runterziehen und bleiben Sie fokussiert, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Gerade wenn Sie bereits in der zweiten Lebenshälfte angekommen sind, sollten kritische Stimmen laut Herrn Gisler als Motivation dazu dienen, Ihren Weg zu gehen, denn Sie können bereits auf einen großen Erfahrungsschatz zurückblicken und wissen bestimmt besser als die meisten jungen Menschen, was Sie wirklich vom Leben wollen.

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Mentalcoach und Lebensberater Stefan Gisler
© Stefan Gisler

Fazit: Der Weg zum Erfolg ist immer einfach – genau deshalb sollten Sie ihn gehen

Vielleicht sind Sie jemand, der bereits so lange für den positiven Ausgang einer Sache kämpft, dass Ihnen schön langsam die Kraft auszugehen droht oder Sie sind in einem Alter, in dem Sie sich fragen, ob sich all dies überhaupt lohnt. Das ist auch völlig verständlich, doch atmen Sie einfach tief ein und machen Sie sich bewusst, warum Sie diesen Weg eigentlich gehen. Verspüren Sie noch immer auch nur das kleinste Feuer für Ihr Projekt, lohnt es sich für dieses zu kämpfen und nach der einen oder andern Inspirationsquelle Ausschau zu halten.

Des Weiteren sollten Sie sich unbedingt von negativen Stimmen fernhalten und unbeirrt Ihren Weg gehen. Wenn Ihnen das gelingt, können Sie zum Superhelden in Ihrer eigenen Geschichte werden und wirklich alles erreichen, was Sie sich in den Kopf gesetzt haben.

Titelbild © sabthai (Shutterstock)

Stefan Gisler
Stefan Gisler
Stefan Gisler sagt über sich selbst, er sei unter anderem Schreiner, Handwerker, Künstler, Informatiker, Fotograf, Coach, Pädagoge, Langstreckenautofahrer, Wanderer, Musiker, Tänzer, Schauspieler, Multiinstrumentalist, Egoist, Kind, Visionär, Macher, Improvisator, Komponist, Schreiber, Kommunikator, Philosoph, Autodidakt, Verführer, Lügner, Ordnungsliebhaber, Apptester, Holzschnitzer, Percussionist, Digitalpainter und Smartphone Experte...

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