Movember – mit Bart für Gesundheit der Männer trommeln

Es gibt ein paar prominente Lichtgestalten, die einen umgangssprachlich „Popelbremse“ genannten Schnurrbart salonfähig gemacht haben. Durch Tom Selleck als Magnum, Freddie Mercury, Ex-Mercedes-Boss Dieter Zetsche oder Fernseh-Koch Horst Lichter rückte der Schnauzer in den Fokus, der für die meisten Männer ein eher unangenehm zu tragendes Fashion-Accessoire darstellt. Vielleicht deshalb wurde er bei der Initiative MOVEMBER zum Aushängeschild, denn auch hier soll er für ein Thema sensibilisieren, das kratzt und juckt – und über das Männer im Normalfall eher weniger Worte verlieren. Denn es geht um ihre eigene Gesundheit und die Vorsorge.

Über Movember

Die heute weltweit tätige Wohltätigkeitsorganisation startete 2003 in Australien. Ziel der Initiative war es, Spenden zu sammeln und die Aufmerksamkeit auf gesundheitliche Probleme von Männern zu lenken. Dazu gehören neben der psychischen Gesundheit und damit verbundener Suizidprävention insbesondere die gefährlichen Erkrankungen Prostatakrebs und Hodenkrebs. Als Erkennungsmerkmal wählten die Initiatoren den Schnauzbart, auf Englisch „moustache“ oder kurz Mo – und in Verbindung mit dem Aktionsmonat November entstand der Name Movember.

Movember Faces
© Movember

Der aktuelle Zustand der Männergesundheit steckt in der Krise. Im Durchschnitt sterben Männer fünf Jahre jünger als Frauen. Darüber hinaus gibt es in Deutschland pro Jahr mehr Tote durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Drogen, Mord und HIV zusammen. Das sind keine guten Nachrichten und Movember spricht das Thema offen an. Gemeinsam mit Botschaftern aus Film und Sport schärft die gemeinnützige Organisation das Bewusstsein für die Gesundheit von Männern und regt zu offenen Gesprächen an.

Spenden – wofür?

Mit den weltweit eingesammelten Spenden finanziert Movember relevante Projekte aus der medizinischen Forschung, sorgt für innovative Krebstests und -behandlungen und engagiert sich im Bereich der psychischen Gesundheit. Über 1.250 Gesundheitsprojekte für Männer konnten bereits angeschoben werden. Und noch eine Zahl ist beeindruckend, denn seit dem Start haben sich bereits mehr als sechs Millionen Menschen der Bewegung angeschlossen.

Es geht Movember aber nicht erst um den Moment, an dem es schon zu spät ist. Vielmehr wird dafür getrommelt, ein gesundes Leben mit sozialen Beziehungen zu führen. Denn nur so lernen Männer, über ihre Gesundheit zu sprechen und bei Bedarf um Hilfe zu bitten.
Ihr wollt direkt jetzt sofort spenden? Na klar, sehr gern. Klickt hier auf meine Spendenseite. Zur Inspiration gibt’s hier einen kurzen Clip mit den wichtigsten Infos.

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Movember mitmachen

Du möchtest die Initiative von Movember auch unterstützen? Das ist eine gute Entscheidung. Und auch ganz einfach. Melde Dich hier auf der Website oder über die App an. Der November ist zwar schon etwas fortgeschritten, aber es ist noch nicht zu spät. Lass dann einfach wachsen. Völlig egal, welche Form Dein Bart in diesem Movember hat, bestenfalls sorgst Du mit dem Bartwuchs für Spenden und weckst Bewusstsein für die Männergesundheit.

So unangenehm das Thema und eventuell auch der Bart, so herausfordernd ist auch eine weitere dazugehörige Challenge: die Aufgabe für den Movember ist es, 60 Kilometer zu laufen oder zu gehen. Diese Zahl ist besonders, weil jede Stunde 60 Männer Suizid begehen.

Nach der Arbeit des Laufens darfst Du Dich aber auch belohnen. Zumindest so, wie es die aktuellen Corona-Bedingungen zulassen. Veranstalte noch im November zusammen mit Deinen bärtigen Freunden einen Mo-ment, also ein ungezwungenes Beisammensein. Gern auch in einem Videocall, bei Gaming oder wie auch immer es auf Distanz möglich ist.

Supporters Club

Eine Organisation wie Movember kann nur dann erfolgreich sein, wenn genügend Leute gefunden werden, die deren Botschaften weitertragen. Daher hilft es immer, wenn sich Unternehmen oder Promis beteiligen. In diesem Jahr unterstützen Botschafter wie Markus Kavka, Oli P. und Eishockey-Nationalspieler Konrad Abeltshauser die Kampagne 2020. Und als Firmen tauchen Partner auf, die recht gut zu einem Bart passen, nämlich Gillette, L’Oréal und die dm Drogerie.

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© christian buehner (Unsplash)

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Kai Bösel
Kai Bösel
Kai Bösel (Jg. 1971) lebt als Patchwork-Papa mit der Familie in Hamburg. Neben NOT TOO OLD betreibt er auch das Väter-Magazin Daddylicious. Außerdem ist er Experte für Influencer-Marketing. Bisher hat er bereits fünf eigene Unternehmen gegründet, schreibt für diverse Print- und Online-Magazine, tritt als Speaker und Moderator auf und betreibt zu diesem Magazin auch einen Podcast. Nach Feierabend entspannt er beim Laufen oder Golf.

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