Movember – ein Schnorres für die Gesundheit der Bros

Nicht nur der November steht vor der Tür, sondern damit auch der Movember. Den haben wir schon 2020 vorgestellt – und tun es auch dieses Jahr wieder. Denn es geht um eure Gesundheit. Und die eurer Bros. Also Männer, Brüder, Buddies und Kumpels. Wie jedes Jahr ruft die Initiative des Movember weltweit dazu auf, dass sich Männer einen Schnurrbart wachsen lassen, um ein Zeichen zu setzen und das Bewusstsein für die Männergesundheit zu schärfen. Warum das nach wie vor sehr relevant ist, wollen wir euch gern erklären.

Männer sind nicht besonders gut darin, sich frühzeitig um ihre Gesundheit zu kümmern, Vorsorge zu betreiben oder sich auch mit anderen Männern darüber auszutauschen. Hier setzt der Movember an und schärft die Sinne zu den gesundheitlichen Themen der Depression und Suizidprävention, aber auch der Forschung und Bekämpfung von Prostata- und Hodenkrebs. Das soll dafür sorgen, dass Männer in naher Zukunft länger, gesünder und glücklicher leben.

Ein Bro von Movember

Der aktuelle Zustand der Männergesundheit steckt in der Krise

Anne-Cécile Berthier // Country Director UK und Europa bei Movember

Laut Anne-Cécile Berthier von Movember haben Männer schlimmere langfristige Gesundheitsprobleme als Frauen und sterben im Durchschnitt 4,5 Jahre früher. Das muss so nicht sein, daher wird einmal im Jahr einen ganzen Monat intensiv getrommelt.

Männer und Gesundheit

Sicherlich gibt es eine ganze Reihe von gesundheitlichen Themen, die für Männer relevant sind und bei denen Handlungsbedarf besteht. Die Initiative von Movember konzentriert sich auf drei Bereiche:

  • Psychische Gesundheit und Suizidprävention
  • Prostatakrebs
  • Hodenkrebs

Die Männergesundheit ist in der Krise, denn das Männer in Europa durchschnittlich fünf Jahre früher sterben als Frauen hat oft weitgehend vermeidbare Gründe. Das möchte Movember ändern. So wird nicht nur Geld für Prävention und Aufklärung eingesammelt, sondern auch das Bewusstsein geschärft.

Und Handlung ist nötig, wie die Zahlen aus Deutschland zeigen: Im Jahr 2019 starben in Deutschland rund 6.900 Männer durch Suizid, also fast 19 Männer pro Tag. Von allen Suiziden werden 76 Prozent von Männern begangen. „Männern fällt es oft schwer, über die Herausforderungen des Lebens zu sprechen, und sie suchen seltener Unterstützung im Bereich der psychischen Gesundheit. Das kann an überholten Stereotypen liegen: dass Männer stark und unabhängig sein müssen und keine Schwäche zeigen dürfen. Wir müssen diese Einstellung in Frage stellen und sie ermutigen, offen über ihre Gesundheit zu sprechen, um Leben zu retten“ sagt Anne-Cécile Berthier.

NATHAN T MAIN LR

Der Movember

Jedes Jahr im November ruft Movember weltweit Männer dazu auf, sich einen Schnurrbart wachsen zu lassen, um damit ein Zeichen zu setzen und das Bewusstsein für Männergesundheit zu schärfen. Und ja, ein Schnurrbart sieht oft gar nicht mal so gut aus, sorgt aber auf jeden Fall für Aufmerksamkeit und spannende Gespräche. Und eure Partner*in wird es verknusen, dass es mal einen Monat kratz. Vielleicht seid ihr ja eh schon Träger eines Bartes. Dann wäre der Movember vielleicht ja sogar mal eine Möglichkeit, bis auf den Schnauzer alles bei einer Rasur abzunehmen. Es gibt in den nächsten 30 Tagen aber noch weitere Möglichkeiten, am November mitzumischen.

GROW A MO

Wie erwähnt gehört ein schicker Oberlippenbart zu dem Setup, um auf den Movember hinzuweisen. So ein Gesichtsschmuck hat schon Tom „Magnum“ Selleck oder Freddie Mercury mit Stolz zur Schau getragen. Und auch aktuell sieht man zum Beispiel bei Moderator Thore Schölermann, dass der Schnauzer immer mal wieder in einem Männergesicht landet.

MACHE EINEN MOVE

Um den Männern zu Gedenken, die wir jede Stunde weltweit durch Suizid verlieren, sollst du den Hinter hochbekommen und dich bewegen. Nämlich 60 Kilometer im Monat November. Denn tatsächlich scheiden jede Stunde 60 Bros aus dem Leben. Was für eine krasse Zahl…

VERANSTALTE EINEN MO-MENT

Der dritte Tipp beinhaltet eine fette Prise Geselligkeit. Und wie wir gehört haben, hilft auch der Austausch mit anderen Dudes dabei, kritische Themen zu besprechen und dabei eine gute Zeit zu haben. Also trommel deine Kumpels zusammen und habt Spaß zusammen, virtuell oder persönlich. Zockt zusammen, geht Wandern, spielt Brettspiele oder guckt Fußball. Und genießt die Zeit.

RAJESH K MAIN LR

Mehr Infos und die Anleitungen für die einzelnen Maßnahmen zum Movember findest Du auf der Website, bei Facebook und Instagram. Darüber hinaus gibt es eine App für Apple und Android.

Wenn euch also im November ein Kerl mit einem Oberlippenbart begegnet, dann lacht ihn nicht aus, sondern zollt ihm Respekt. Er tut das auch für euch!

Kai Bösel
Kai Bösel
Kai Bösel (Jg. 1971) lebt als Patchwork-Papa mit der Familie in Hamburg. Neben NOT TOO OLD betreibt er auch das Väter-Magazin Daddylicious. Außerdem ist er Experte für Influencer-Marketing. Bisher hat er bereits fünf eigene Unternehmen gegründet, schreibt für diverse Print- und Online-Magazine, tritt als Speaker und Moderator auf und betreibt zu diesem Magazin auch einen Podcast. Nach Feierabend entspannt er beim Laufen oder Golf.

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