Mit Online-Workouts und Fitness-Apps zur Traumfigur?

Durch anhaltend hohe Covid-19-Fallzahlen mussten Sporteinrichtungen, Vereinsstätten und Fitnessstudios ihren Mitgliedern die Türen verschließen. Gleichzeitig neigt sich der Winter dem Ende zu und der Sommer, wo man so manchen Makel nicht mehr unter dem dicken Wollmantel verstecken kann, rückt näher. Ein Dilemma für alle, die Sport treiben, um entweder Stress entgegenzuwirken, sich fit zu halten oder auch nur, um die Strandfigur zu formen. Online-Workouts könnten deshalb eine Alternative sein. Die Experten von Fit Up geben dazu eine kurze Einführung.

Training ohne Trainer?

Beim Online-Workout entfällt jedoch ein unabdingbares Element von ‚Präsenzsport‘ – das Feedback der Trainer. Doch die falsche Ausführung einer Übung kann im Ernstfall dauerhafte Schäden nach sich ziehen. Ob die Übung nun aber falsch im Fitnessstudio, wo man eher von Anderen darauf hingewiesen wird, oder Zuhause auf der Isomatte falsch ausgeführt wird, ist unserem Körper herzlich egal. Aber gerade beim Training Zuhause, weiß man oft nicht, ob tatsächlich die gleiche Haltung wie die vom Trainer eingenommen wird. Und je erschöpfter die Muskulatur ist, desto eher neigt der Körper zu unbewussten Ausweichbewegungen, bei denen Gelenke, Bänder und Bandscheiben die Belastung absorbieren, was wiederum zu langfristigen Schäden führen kann. Seriöse und hochwertige Anbieter von Online-Workouts zeichnen sich deshalb vor allem dadurch aus, dass sie ihren Nutzern die Möglichkeit einräumen, live beim Training begleitet zu werden und von einem Trainer Feedback zu erhalten.

Der richtige Anbieter

Doch was macht einen seriösen Anbieter aus und woran erkennt man, dass es sich bei den Trainern um qualifiziertes Personal handelt? Zunächst sollten auf jeden Fall formelle Qualifikationen vorliegen, wie eine physiotherapeutische Ausbildung, ein Studium der Sportmedizin oder geringstenfalls eine fundierte Fitness-Trainer-Ausbildung. Ebenfalls sollten sich Trainer in Fortbildungen kontinuierlich weiterbilden, da auch hier die Wissenschaft und die Technik stetig voranschreitet. Auch kann man einen guten Trainer an seiner fachlichen Expertise erkennen und wie er diese an die Sportler vermittelt. Wie führt der Trainer die Übungen aus, demonstriert er sie deutlich, zeigt er eine gute Körperspannung und sind seine Bewegungsabläufe sauber? Hinzu kommt außerdem, ob die Übungseinheit gut vorbereitet wurde oder ob sie improvisiert wirkt. Auch sollte der Trainer motivierend auf die Sportler wirken und gleichzeitig seriös auftreten. Anhand solcher Fragen können Laien die Professionalität von Trainern grob abschätzen.

Das richtige Equipment motiviert bei der Fitness in den eigenen vier Wänden
© Alexandra Tran (Unsplash)

Die Wahl der Qual

Hat man sich nun für einen Anbieter entschieden, bleibt jedoch noch die Entscheidung, was überhaupt trainiert werden soll. Im klassischen Fitnessstudio würde diese Wahl vermutlich stark vom Trainingsplan oder von verfügbaren Kursen abhängen. Viele Anbieter für Online-Training bieten ihren Nutzern ebenfalls vorgefertigte Sets an Trainingsplänen an. Die Experten von Fit Up betonen hier insbesondere die Individualität von Sporttreibenden, denn diese muss bei der Erstellung des Trainingsplans unbedingt beachtet werden, um einen optimalen Trainingserfolg zu gewährleisten. Ein guter Anbieter würde deshalb auch gemeinsam mit seinen Nutzern einen Trainingsplan erstellen, der auf den individuellen Sportler zugeschnitten ist. Die Trainerinnen und Trainer von Fit Up empfehlen hier, auf die richtige Mischung aus den Komponenten Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit zu achten. Diese Kombination sollte unabhängig von Geschlecht, Alter oder Leistungszustand umgesetzt werden. Zusätzlich hilft es, dem Körper regelmäßig neue Reize zu setzen, damit dieser sich an das höhere Anforderungsniveau anpasst. Am Ende dieses Artikels haben euch die Trainer von Fit Up ein paar Übungen zusammengestellt, mit denen ihr Kraft und Mobilität verbessern könnt.

In zehn Wochen zum Sixpack?

Ein Versprechen, das einem in der Fitnessbranche im Rahmen von sogenannten Transformationsprogrammen häufig begegnet. Doch laut den Trainern von Fit Up ist die Antwort eher ernüchternd. Auch wenn es prinzipiell möglich ist, hängt es stark vom Ausgangszustand ab. Für den Otto-Normaltrainierenden bedeutet das leider auch, dass ihm das Sixpack in zehn Wochen sehr wahrscheinlich nicht gelingt. Die richtige Veranlagung und ein geringer Körperfettanteil sind hier der Schlüssel zum Erfolg. Auch mahnen die Experten von Fit Up, dass der Körper vor einem sehr intensiven Trainingsprogramm unbedingt darauf vorbereitet werden muss, um Verletzungen vorzubeugen. Wer dennoch nachhaltige Trainingserfolge sehen will und vielleicht sogar mit einem Sixpack glänzen möchte, muss vor allem immer am Ball bleiben. Denn einer der häufigsten Fehler ist, dass viele zu Beginn sehr intensiv trainieren, nur um dann nach wenigen Wochen wieder abzubrechen. Doch nur wenn der Körper regelmäßig gereizt wird, kann er sich an die Belastungen anpassen und Muskulatur kräftigen. Übrigens, hat man am nächsten Tag einen Muskelkater, wurde eine angemessene Belastung gewählt. Stellen sich jedoch Schmerzen ein, war die Belastung entweder zu hoch oder die Ausführung nicht korrekt.

Wie lange dauert es, bis ich erste Erfolge sehe?

Wenn schon ein Sixpack in zehn Wochen eher unwahrscheinlich ist, sind Versprechen wie: „In zehn Wochen wie Schwarzenegger“ erst recht unrealistisch. Wer auf gesunde Art und Weise, seinen Körper in Form bringen will, kann mit viel Disziplin, einem individuellen Trainingsplan, einem guten Trainer und möglicherweise auch einer Ernährungsumstellung in 10-12 Wochen einen spürbaren Unterschied erzielen. Selbst zwei- bis dreimal die Woche für eine halbe Stunde zu trainieren, kann enorm viel bewirken. Denn das Sixpack ist bekanntlich mit den Tüchtigen.

Bei guten Wetter bietet sich das Workout für die Fitness auch draussen an
Foto von Micah Boerma (Pexels)

Theorie und Praxis

Zugegeben, über Theorie lesen und schreiben kann jeder. Deswegen hier ein paar Übungen direkt von den Fit Up Experten, an denen ihr euch ausprobieren könnt:

Kräftigungsübungen:


1. Kniebeugen vor einem Stuhl. Aufrechter Stand vor einem Stuhl, mit geradem Rücken, Becken/Hintern nach hinten strecken (als würde man sich hinsetzen), mit der Oberschenkelrückseite die Sitzfläche des Stuhls leicht berühren und wieder zurück in den Stand. 3 Sätze mit je 10 bis 15 Wiederholungen

2. Tisch-Liegestütze. Leicht schräger Armstütz an der Tischkante und mit aufrechtem Körper, Arme bis ca. 90° beugen und strecken. 3 Sätze zu je 15 Wiederholungen

Mobilisationsübungen:

1. Aufrechter Sitz am vorderen Teil des Stuhls mit beiden Beinen am Boden. Das linke Sprunggelenk auf das rechte Knie auflegen. Mit gestreckter Wirbelsäule, langsam nach vorne vorbeugen, sodass im Bereich der linken Gesäßmuskulatur eine angenehme, lösende Dehnung entsteht. Die Position für ca. 30 Sek. halten und dann die Seite wechseln. Die Übung entspannt die hintere Beckenmuskulatur und kann sogar Nervenausstrahlungen entgegenwirken.

2. Breiter, aufrechter Hüftstand mit seitlich gestreckten Armen und Handflächen nach oben. Oberkörper nach links und rechts drehen, sodass die Rumpfdrehachse senkrecht verläuft. 1-2 Mal täglich ca. 30 Sek. wiederholen. Diese Übung steigert die Beweglichkeit im Brustwirbelbereich. 

Das Fit Up Team besteht aus fundierten Experten in den Bereichen Fitness, Ernährung und Achtsamkeit. Denn das Zusammenspiel aller drei Faktoren ist maßgeblich für einen gesunden Körper verantwortlich. Durch Online-Kurse, die live stattfinden unterstützen die Trainer Ihre Mitglieder direkt von Zuhause aus bei ihren Workouts. Ebenso runden live Gruppen- und Firmenkurse das Angebot ab. Im Fokus steht der gemeinsame Spaß an Fitness und Gesundheit. Mehr Informationen und eine 14 tätige kostenlose Testphase finden Sie unter www.fit-up.com

Titelbild © Prostock-studio (Shutterstock)

Shahab Daban
Shahab Dabanhttps://www.fit-up.com/
Shahab Daban ist Gründer und Geschäftsführer der Fitness-Plattform Fit Up. Seit seinem Studium ist er in der Medizin- und Gesundheitsbranche tätig. Bereits seit sieben Jahren ist er als selbständiger Berater und Sporttechnologe für das Olympiazentrum und die Landessportdirektion Oberösterreich im Einsatz.

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