Vorbeugen, sechs! – Männer vernachlässigen Vorsorge drastisch

Den Witz der großen Hafenrundfahrt, der eigentlich gar keiner ist, kennt wohl jeder Mann, der sich beim Arzt schon zum Abtasten der Prostata vorbeugen musste. Anlässlich des Weltmännertages, der am 3. November zelebriert wird und die Herren der Schöpfung auf gesundheitliche Themen aufmerksam machen soll, hat eine Studie des Versicherungsmanager Clark in Zusammenarbeit mit YouGov dramatische Zahlen präsentiert. Daher möchten wir Euch gern ins Gewissen reden, Euch um Eure Gesundheit zu kümmern, gerade in fortschreitendem Alter.

In der Studie wurde erforscht, wie deutsche Männer ihre Gesundheitsvorsorge gestalten und mit Präventionsthemen umgehen, von der Prostatakrebsvorsorge bis zur Prävention von mentalen Leiden. Dazu wurden in einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH vom 26.10.2020 bis 28.10.2020 insgesamt 2.064 Personen befragt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind somit repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Die Hälfte vernachlässigt Vorsorge

Die bevölkerungsrepräsentative Umfrage zeigt: beinahe die Hälfte der
befragten Männer nehmen keine Vorsorgemaßnahmen wahr. Abends eine Runde um den Block zu joggen und danach einen Salat zu essen, gilt nicht als gesundheitliche Prävention. Zahlen belegen den miesen Umgang mit wichtigen Themen: Gerade einmal 13 Prozent der Befragten haben im letzten Jahr Vorsorgemaßnahmen für die Hautkrebs-Früherkennung getroffen und nur elf Prozent haben sich um Darmkrebsvorsorge und Prostatakrebsvorsorge gekümmert. Bei der
Prävention für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind es sieben Prozent. Das Schlusslicht bildet die Früherkennung von Diabetes: Sie haben nur fünf Prozent der Befragten durchführen lassen. Und ganze 41 Prozent geben an, gar keine Vorsorgemaßnahmen getroffen zu haben. Das sind besorgniserregende Zahlen, weisen doch Krankenkassen und Ärzte ihre Patienten regelmäßig auf die Wichtigkeit der Vorsorge hin.

Vorsorge für Männer wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger
© Michael Schwarzenberger (Pixabay)

Wann ist ein Mann ein Mann?

Warum also scheint es Männern so schwer zu fallen, sich regelmäßig um ihre Gesundheit zu kümmern? Mit ihren Kindern besuchen sie ja schließlich vorschriftsmäßig die U-Untersuchungen. Und auch die Frauen gehen meist recht regelmäßig zu ihren Frauenärzten. Ein Grund könnte in der anhaltenden Stigmatisierung des Männerbildes liegen, insbesondere bei mentalen Leiden. Daher ist der Weltmännertag sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, um auf die Wichtigkeit der Vorsorge hinzuweisen und sie normaler erscheinen zu lassen.

Dunkle Wolken im Kopf

Laut CLARK-Umfrage sieht es im Bezug auf die Erkennung und Behandlung
mentaler Leiden bei Männern einen kleinen Tick besser azs: fast jeder Dritte (35 %) gab an, sich schon einmal wegen eines psychischen Leidens professionelle Hilfe gesucht zu haben, darunter fallen beispielsweise Depressionen (15 %), Angststörungen (6 %), Burn-Out (6 %) und anderen psychischen Beschwerden (8 %).

Was tun im Ernstfall?

Wir wollen hier nun keine Lanze brechen für die Krankenversicherung eures Vertrauens, aber grundsätzlich können wir sehr dankbar sein über unser Gesundheitssystem und die Möglichkeit, relevante Themen abzudecken. In Sachen Vorsorge der Gesundheit gibt es einige Krankenzusatzversicherungen, die präventive Maßnahmen unterstützen und Leiden vorbeugen. Mögliche Folgen einer mentalen Belastung oder Erkrankung deckt eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab, die sich übrigens von der Arbeitsunfähigkeitsversicherung wie folgt unterscheidet:

Als arbeitsunfähig gilt man für eine absehbare Zeit, berufsunfähig kann man dagegen für den Rest seines Erwerbslebens sein. Viele Versicherer bieten eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung als Zusatz zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung an.“

CLARK-Experten

Dread-Disease-Versicherung

Einige Männer trifft es über Nacht. Plötzlich können sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten und den finanziellen oder familiären Verpflichtungen nur noch mit Mühe nachkommen. Parallel entstehen oft zusätzliche Kosten für Therapien oder krankheitsbedingte Anschaffungen. Für so einen Fall gibt es die Dread-Disease-Versicherung. Bei Interesse könnt ihr euch weiter einlesen, wir wollten euch an dieser Stelle nur kurz erzählen, dass es so etwas gibt.

Vorsorge beim Arzt
© Karolina Grabowska (Pexels)

Auf auf zur Vorsorge

Männer, ihr seid doch sonst auch immer echte Macher. So solltet ihr es am jetzt auch mit der Vorsorge halten. Kümmert euch um die wichtigsten Themen, damit ihr gesund und der Familie lange erhalten bleibt. Bevor es zu spät ist.

Linktipps

Übersicht Vorsorgeuntersuchungenmaennergesundheit.info
Ratgeber „Krankenversicherung“Bundesministerium für Gesundheit

Titelbild: © VectorFusionArt (shutterstock)

Kai Bösel
Kai Bösel (Jg. 1971) lebt als Patchwork-Papa mit der Familie in Hamburg. Neben NOT TOO OLD betreibt er auch das Väter-Magazin Daddylicious. Außerdem ist er Experte für Influencer-Marketing. Bisher hat er bereits fünf eigene Unternehmen gegründet, schreibt für diverse Print- und Online-Magazine, tritt als Speaker und Moderator auf und betreibt zu diesem Magazin auch einen Podcast. Nach Feierabend entspannt er beim Laufen oder Golf.

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